basta Ratgeber: Tipps für Zeugen

Auf dich kommt es an!
Das Fußballturnier ist zu Ende und nun wird gefeiert. Im Vereinshaus geht es hoch her. An einem der Tische sitzen die Jugendspieler Ralf und Thomas mit ein paar ältere Spieler zusammen, die herumblödeln. Plötzlich fangen zwei der „Senioren“ an, Türkenwitze zu erzählen. Ralf und Thomas sind verunsichert. In ihrer Mannschaft spielen drei türkische Freunde mit. Einer von ihnen, Acif, sitzt nur ein paar Meter weiter an einem anderen Tisch. Was sollen Ralf und Thomas tun? Mitlachen, weil es nur ein Spaß ist? Ablenken auf ein anderes Thema? Oder sollen sie sagen, dass diese Witze aufhören müssen? Schließlich heißt es doch: Wer nichts tut, macht mit! Versetzt euch in die Lage von Ralf und Thomas. Wie würdet ihr euch verhalten?

| Bild: | Zivilcourage - was ist das?
Das Wort Courage ist französisch und bedeutet so viel wie Mut, Beherztheit, Unerschrockenheit. Der Begriff „Zivil“ steht für Bürger, denn als Bürger der Bundesrepublik Deutschland sind wir per Gesetz verpflichtet, bei einer Straftat im Rahmen unserer Möglichkeit zu helfen. Zivilcourage ist also eine Forderung, die an jeden von uns gerichtet ist. Zivilcourage setzt einen klaren Kopf voraus, einen festen Standpunkt und einen Überblick über die Situation und die Fähigkeit, die Folgen des eigenen Handelns zu überschauen.

Mut braucht Vorbereitung, Erprobung und Training. Mut ist nicht von körperlicher Stärke abhängig, und Jungen sind nicht mutiger als Mädchen.