basta Ratgeber: Tipps für Zeugen

| Bild: | „Wer nichts tut, macht mit!“
Als Zeuge oder Zeugin einer Gewalttat, zum Beispiel einer Schlägerei, kannst du Folgendes tun:

Ich mache auf die Situation aufmerksam.
Eine große Öffentlichkeit schreckt die Täter meist ab. Sie erwarten nämlich gleichgültiges Verhalten. Mache andere darauf aufmerksam, was gerade passiert.

Ich fordere andere zur Mithilfe auf.
Und das möglichst konkret, wie zum Beispiel: „Sie in der grünen Jacke..!“ „Finden Sie okay, was hier gerade passiert?“ oder „Könnten bitte dem Fahrer/ dem Wirt Bescheid sagen, er soll die Polizei rufen?“ Denn sonst fühlen sich viele nicht angesprochen und ignorieren die Situation.

Ich spreche den Täter oder die Täterin an.
Aber Vorsicht, höflich bleiben und Erwachsene immer Siezen. Das verhindert, dass andere denken, es wäre ein privater Konflikt. Also heißt es: „Sie, mit der schmalen Nase, lassen Sie diesen Mann in Ruhe. Wenn Sie ihn noch einmal beleidigen, rufe ich die Polizei.“ Da Täter Angst davor haben, wieder erkannt zu werden, mache ihm oder ihr deutlich, dass du dir Äußerlichkeiten gemerkt hast. Wenn dir der Täter oder die Täterin antwortet, versuche ruhig zu sprechen und ihn oder sie nicht mit Beleidigungen zu provozieren oder gar anzufassen.

Ich rede mit dem Opfer.
Du kannst zum Beispiel sagen: „Ich helfe Ihnen/dir.“ „Kommen Sie/ Komm zu uns herüber.“ Das stärkt die angegriffene Person. Dann kannst du fragen: „Was ist denn passiert?“ „Kann ich Ihnen/ dir helfen?“

Ich rufe die Polizei.
Wenn du dir nicht sicher bist, ob andere die Polizei gerufen haben, dann tu’ es selbst. Die Notrufnummer lautet 110 und kostet nichts. Die Feuerwehr hat die Notrufnummer 112, ebenfalls kostenfrei. Wenn du dich dann noch als Zeuge oder Zeugin zur Verfügung stellst, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass es eine Anzeige gibt und die Täter verurteilt werden können.

Mehr Informationen im Internet gibt’s bei der » Aktion „Tu was“.