Ein typischer Fall
Andrea aus der 8. Klasse will gerade ihre Getränkeflasche aus dem Automaten nehmen, als Silvio aus der 8c sie wegstößt und mit der Flasche das Weite sucht. Am Tag vorher hatte sie ihm „Doofmann“ und „Sitzenbleiber“ nachgerufen. Eine Lehrerin verdonnert Silvio dazu, Andrea eine neue Flasche zu kaufen. Am nächsten Tag stellt Silvio Andrea ein Bein. Eine Kettenreaktion…
Streit schlichten
Streit schlichten will gelernt sein. Am Anfang steht das Training: Sicheres Auftreten, Gerechtigkeitssinn, Erkennen von Stimmungen, Eingehen auf die Gefühle der Streithähne, Gesprächsführung. Streitschlichter wollen Vertrauen erwerben und versprechen, verschwiegen zu sein. Und so gehen sie im Allgemeinen vor:

© Sabrina Müller Schlichtung einleiten
Ein Streit hat zwei Mitschüler in Rage gebracht. Der Streitschlichter oder die Streitschlichterin nimmt sich Zeit für den Konflikt und verständigt sich mit den Rivalen, dass sie dem jeweils anderen zuhören, ohne ihn zu unterbrechen oder zu beschimpfen.
Sachverhalt klären
Die Kontrahenten setzen sich zusammen und legen ihre Position dar. Dabei fliegen oft die Fetzen. Der Vermittler oder die Vermittlerin sorgt dafür, dass die Streithähne ihre unterschiedlichen Auffassungen und Wahrnehmungen klar und deutlich formulieren. Sie sollen sich gegenseitig verstehen, ein Stück „in den Schuhen des anderen laufen“. Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern um die Frage, warum es so gekommen ist, warum man so reagiert hat. Jeder muss dabei in sich selbst hineinhorchen.
Lösungen suchen und Verständigung finden
Gemeinsam werden Lösungsmöglichkeiten gesucht. Es geht um zwei Hauptfragen: „Was bin ich bereit zu tun?“ und „Was erwarte ich vom anderen?“ Es darf keine Gewinner und Verlierer geben. Beide müssen mit den Lösungen leben können.
Vereinbarungen treffen und schriftlich festhalten
Die Kontrahenten finden einen Weg, das zu erreichen, was sie von Anfang an wollten. Die Vereinbarung wird schriftlich festgehalten und unterschrieben. Das erhöht die Verpflichtung. Mit der Vereinbarung verbinden sich Wiedergutmachung, Versöhnung und künftiges Verhalten.
Andrea aus der 8. Klasse will gerade ihre Getränkeflasche aus dem Automaten nehmen, als Silvio aus der 8c sie wegstößt und mit der Flasche das Weite sucht. Am Tag vorher hatte sie ihm „Doofmann“ und „Sitzenbleiber“ nachgerufen. Eine Lehrerin verdonnert Silvio dazu, Andrea eine neue Flasche zu kaufen. Am nächsten Tag stellt Silvio Andrea ein Bein. Eine Kettenreaktion…
Streit schlichten
Streit schlichten will gelernt sein. Am Anfang steht das Training: Sicheres Auftreten, Gerechtigkeitssinn, Erkennen von Stimmungen, Eingehen auf die Gefühle der Streithähne, Gesprächsführung. Streitschlichter wollen Vertrauen erwerben und versprechen, verschwiegen zu sein. Und so gehen sie im Allgemeinen vor:

© Sabrina Müller Schlichtung einleiten
Ein Streit hat zwei Mitschüler in Rage gebracht. Der Streitschlichter oder die Streitschlichterin nimmt sich Zeit für den Konflikt und verständigt sich mit den Rivalen, dass sie dem jeweils anderen zuhören, ohne ihn zu unterbrechen oder zu beschimpfen.
Sachverhalt klären
Die Kontrahenten setzen sich zusammen und legen ihre Position dar. Dabei fliegen oft die Fetzen. Der Vermittler oder die Vermittlerin sorgt dafür, dass die Streithähne ihre unterschiedlichen Auffassungen und Wahrnehmungen klar und deutlich formulieren. Sie sollen sich gegenseitig verstehen, ein Stück „in den Schuhen des anderen laufen“. Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern um die Frage, warum es so gekommen ist, warum man so reagiert hat. Jeder muss dabei in sich selbst hineinhorchen.
Lösungen suchen und Verständigung finden
Gemeinsam werden Lösungsmöglichkeiten gesucht. Es geht um zwei Hauptfragen: „Was bin ich bereit zu tun?“ und „Was erwarte ich vom anderen?“ Es darf keine Gewinner und Verlierer geben. Beide müssen mit den Lösungen leben können.
Vereinbarungen treffen und schriftlich festhalten
Die Kontrahenten finden einen Weg, das zu erreichen, was sie von Anfang an wollten. Die Vereinbarung wird schriftlich festgehalten und unterschrieben. Das erhöht die Verpflichtung. Mit der Vereinbarung verbinden sich Wiedergutmachung, Versöhnung und künftiges Verhalten.

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