Mit dem Gesetz in Konflikt?Das geht manchmal schneller, als du denkst!
„Hallo Effi,
entschuldige, dass ich gestern nicht gekommen bin. Aber wenn du diesen Brief gelesen hast, verstehst du’s vielleicht. Morgen ist Gerichtsverhandlung - meine. Ich verstehe bis heute nicht, wie das passieren konnte.
Ich war mit den Jungs unterwegs und hatte ein paar Bier getrunken. Auf dem Heimweg brauchten wir dann noch ein bisschen Aktion. Ulf hatte seine Graffiti-Spraydose dabei. Alle hatten schon etwas auf Haus- und Mauerwände gesprüht. ‚Na, hast du Schiss, Tim?’, sagte einer. Also habe ich auf die Mauer des jüdischen Friedhofs ein Hakenkreuz gesprüht. Wir sind gesehen und angezeigt worden. Am nächsten Tag bin ich dann gleich zum Bürgermeister und zu meinem Schulleiter gegangen, habe mich entschuldigt und gefragt, wie ich den Schaden wiedergutmachen könne.
Jedenfalls habe ich richtig Angst vor morgen. Ob das nun mit der Lehrstelle klappt? Na, und zuhause - du kannst dir sicherlich vorstellen, was da los ist. Mein Vater redet gar nicht mehr mit mir.
So, jetzt ist es endlich raus. Ich konnte es dir einfach nichts sagen. Deshalb bin ich gestern auch nicht zur Dir gekommen. Lass mich bitte nicht hängen. Schreibst du mir? Dein Tim“
Auf der nächsten Seite erklärt ein Jugendstaatsanwalt, welche Strafe Tim zu erwarten hat und was sich die Richter überlegen, bevor sie sich auf eine Strafe einigen.

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